01.02.2021
Die neuen Immissionskarten basieren auf aktualisierten und verbesserten Emissionsdaten. Insbesondere liegen die Strassen dank der Verwendung eines sehr detaillierten Verkehrsmodells als fein digitalisierte Linien vor. Zudem wurde das zu Grunde liegende PolluMap-Modell weiterentwickelt, so dass die Karten mit einer schweizweit bisher unerreichten Auflösung von 20 x 20 m (bisher 100 x 100 m) berechnet werden konnten.
Somit weisen die neuen Immissionskarten eine deutlich höhere Genauigkeit auf. Die feine räumliche Auflösung erlaubt es zudem, die je nach Schadstoff räumlich stark variierenden Luftbelastungen viel kleinräumiger und damit realitätsnaher darzustellen.
Die Karten für das Jahr 2015 basieren auf den effektiven Emissionen von 2015, den Karten für die Jahre 2020 und 2030 liegen die Emissionsszenarien aus dem Bericht IIR2019 zu Grunde. Die Ergebnisse sind in einem Bericht im Auftrag des BAFU beschrieben.
Die NO2-Konzentration in Bern im Jahr 2015 gemäss den aktualisierten Berechnungen.
Das Modell PolluMap hat in der Schweizer Luftreinhaltung eine lange Geschichte: Das Modell wurde in der Arbeitsgemeinschaft mit der Firma INFRAS in den letzten 20 Jahren stetig weiterentwickelt und verfeinert.
Auf der Basis von Emissionsbilanzen werden in einem ersten Schritt Emissionskataster berechnet. Im Modell werden die Konzentrationen der Luftschadstoffe dann mit Hilfe dieser Emissionsdaten und Modellen zur Schadstoffausbreitung sowie von chemischen und physikalischen Prozessen in der Atmosphäre für mittlere meteorologische Verhältnisse berechnet.

Kontaktperson:
Leiter Luftreinhaltung
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