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eiswurfgutachten

Ballistisches Modell simuliert Millionen von Eisstücken

Mit unserem ballistischen Eiswurfmodell SWIM berechnen wir die standortspezifische Wahrscheinlichkeit für Eiswurf im Umkreis jeder Windturbine Ihres Windparks. Das Modell berechnet basierend auf einer Zeitreihe von Windgeschwindigkeit und Windrichtung die Trajektorien mehrerer Millionen Eisstücke.

Dabei ist die Windturbine immer in den Wind gerichtet und die Umdrehungsgeschwindigkeit der aktuellen Windgeschwindigkeit angepasst. Standort- und turbinenspezifische Eigenschaften wie das vertikale Windprofil, die Luftdichte, die Nabenhöhe oder der Rotorblattdurchmesser werden berücksichtigt.

Verhältnis zu gesellschaftlich akzeptierten Risiken

Mit Hilfe der berechneten Wahrscheinlichkeit für Eiswurf und den Maximaldistanzen kann bestimmt werden, ob sich eine Strasse, ein Wanderweg oder eine Loipe im Gefahrenbereich befindet. Dabei unterscheiden wir zwischen Eisfall einer stehenden oder Eiswurf einer produzierenden Anlage sowie einer Turbine im Trudelbetrieb.

In Kombination mit der Aufenthaltswahrscheinlichkeit einer Person oder eines Objekts in der Nähe der Windturbine wird das Risiko, von einem Eisstück getroffen zu werden, bestimmt und in ein Verhältnis zu gesellschaftlich akzeptierten Risiken gestellt.

Von Behörden akzeptiert

Meteotest hat bereits Eiswurfgutachten für die Schweiz, Deutschland und Österreich erstellt. Die Methodik entspricht dem aktuellen Stand der Technik und ist von den Behörden akzeptiert.

In den Eiswurfgutachten sind die verwendeten Grundlagedaten, die Methodik und die Resultate klar und verständlich dargestellt. Zudem erhält der Kunde die Resultate in Form von KMZ-Dateien zur Betrachtung und Weiterverarbeitung zum Beispiel in Google Earth.

Reale Erfahrungswerte dank der einzigartigen Gütschstudie

Von 2005 bis 2009 führte Meteotest auf 2330 m ü.M. in den Schweizer Alpen am Gütsch ob Andermatt eine bisher einzigartige Eiswurf-Feldstudie durch. Nach jedem Vereisungsereignis fand eine Begehung des Standorts statt, und die gefundenen Eisstücke wurden einzeln protokolliert. Von 2011 bis 2016 führte Meteotest eine weitere Feldstudie an den Standorten St. Brais und Mont Crosin im Schweizer Jura durch.

Dank dieser Studien konnte sich Meteotest wichtige reale Erfahrungswerte im Bereich Eiswurf aneignen und im Modell implementieren.

Saskia Bourgeois

Gerne berät Sie unsere Expertin:

Saskia Bourgeois

Leiterin Abteilung Wind