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Stadt Zürich kann Solarstrom bis 2030 um Faktor 7 steigern

Wie viel Solarstrom lässt sich auf den Dächern der Stadt Zürich produzieren? Experten von Meteotest sind dieser Frage nachgegangen.

Zusammen mit der NET Nowak Energie & Technologie AG hat Meteotest das Photovoltaik-Potenzial der Stadt Zürich evaluiert. Die Studie wurde soeben von der Stadt Zürich publiziert. Basis der Berechnungen ist der schweizerische Solarkataster sonnendach.ch, den Meteotest in einem Gemeinschaftsprojekt im Auftrag des Bundesamts für Energie, swisstopo und MeteoSchweiz mitentwickelt hat und weiterhin fortlaufend aktualisiert.

Sonnendach Zurich Bild1

Die Dachlandschaft der Stadt Zürich aus sonnendach.ch.


Im städtischen Kontext gibt es zahlreiche Faktoren, welche das theoretisch vorhandene Solarpotenzial reduzieren. Sind die Dachflächen genügend gross und können wirtschaftlich betrieben werden, so stehen sie in grosser Konkurrenz zu anderen Nutzungen, Fenstern, Flächen für Terrassen oder auch der Dachbegrünung. Stadthitze-Analysen von Meteotest zeigen jedoch, wie wichtig eine solche Durchgrünung der Städte ist. Eine Vielzahl von insbesondere älteren Flachdächern lassen aufgrund mangelnder Gebäudestatik schlicht keine PV-Anlage zu. Und auch der Denkmalschutz kann in Konkurrenz zu einem Ausbau stehen, weil z.B. entsprechende Auflagen die Anlagen stark verteuern.

Sonnendach Zurich Bild2 Vergleich

Die Konkurrenz für die verfügbare Fläche ist gross.

Die Konkurrenz im städtischen Kontext ist gross. Dennoch zeigt die Studie, die Photovoltaik hat auch im Stadtgebiet noch ein grosses und realistisches Ausbaupotenzial.

Jan Remund, Head of Energy & Climate, Meteotest AG

Unter Berücksichtigung von allen Kriterien ergibt die Analyse insgesamt ein photovoltaisches Produktionspotenzial von 487 GWh pro Jahr. Dieses Produktionspotenzial entspricht rund 16% des gegenwärtigen Stromverbrauchs der Stadt Zürich (rund 3'000 GWh pro Jahr). Zwei unterschiedlich ambitionierte Erschliessungsszenarien ergeben, zusätzlich zur gegenwärtigen Solarstromproduktion von 35 GWh pro Jahr, ein Produktionspotenzial von 82 GWh (Faktor 3) resp. 207 GWh (Faktor 7) pro Jahr im Jahr 2030.

Die Analyse basierte auf konservativen Annahmen. In weniger stark verdichteten Gemeinden lassen sich zudem mit PV deutlich höhere Anteile am Stromverbrauch erzeugen.

Potenzialanalyse auch für Ihre Stadt

Die für die Stadt Zürich entwickelte Methodik lässt sich hervorragend auf die lokalen Gegebenheiten anderer Städte anpassen. Gerne leisten wir auch in Ihrer Stadt einen Beitrag zur Erarbeitung und Erfüllung der Klimaziele.

    Simon Albrecht

    Kontaktperson:

    Simon Albrecht-Widler

    Leiter Geoinformatik
    Meteotest/geo7

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    Jan Remund

    Kontaktperson:

    Jan Remund

    Leiter Energie & Klima

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